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Zur Strafe nach Santiago (29.09.2009)
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Das war also der Trupp, den Pfadsucher (8 Sternchen in Muttibuch) über den Pilgerweg gen Westen führte. Alles armselige kleine Sünderlein, die hofften ihre Vergehen der Vergangenheit durch die gute Tat der Pilgerreise wieder auszugleichen. Seltsamerweise drehten sich ein Gutteil der Gespräche um mannigfaltige Sünden, die man sich zukünftig erlauben könnte, weil man ja die Pilgerreise als “Guthaben” angespart hätte. Weitere Details ersparen wir uns an der Stelle. Das will doch keiner wissen, oder?
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Als Route war die nördliche Route des Jakobsweges durch die Pfalz ausgesucht worden. Der Vorteil: Sie führt direkt durch das Kerngebiet des Gäsbocklandes und damit durch Lambrecht selbst als Startort. Das Muschelsymbol musste mit auf die Startnummer und im Gegensatz zu früheren Zeiten findet man das Symbol als Wegemarkierung nicht mehr als kleines Schild, sondern nur noch aufgemalt. Warum wohl?
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Da wir Lambrecht schon um kurz nach 08 Uhr verlassen hatten. lag über den Hügeln des Pfälzerwaldes noch Dunst und Nebel, der durch den “Dampftag” aus Anlass “20 Jahre VRN” noch verstärkt wurde. Im Bild leicht links der Mitte faucht gerade das Dampfross aus Neustadt auf der Fahrt nach Kaiserslautern durch den Lambrechter Bahnhof. Hübsch anzusehen auf die Entfernung, aber wie muss ein Talkessel voll Qualm gewesen sein, als ausschließlich per Dampf gefahren wurde und Holz und Briketts verbrannt wurden?
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Demütig wurde es natürlich auch. Kopf einziehen und unter dem Symbol des Weges in Helmbach unter der Brücke durch geschlupft. Insgesamt ist die Strecke des Jakobsweges technisch nicht so schwierig. Sie gewinnt ihren Reiz eher durch die Länge und die schönen Punkte, die zwischendurch angefahren werden.
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Lohnend ist die ortsnahe Singletrailumgehung von Elmstein. Das wird zwar sicher auch gleich wieder ein Eintrag im Sündenregister, aber dafür wird ja auch gepilgert. Fluffiges Auf und Ab. Gras, Wald, Wurzeln, Steine und - hoppla - eine kleine Treppe.
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Auf der Gemarkung der Verbandsgemeinde Kaiserslautern Süd angekommen, findet man dann an einige Wegepunkten dieses Tafeln. Kleine Erläuterungen zur Wallfahr an sich und zum entsprechenden Wegepunkt. Hier sind wir schon hinter Johanniskreuz und wir mussten ein wenig Gas geben, denn die Cappuccino-Pause musste w/”Wir haben erst ab 11 geöffnet!” ins Finsterbrunner Tal verlegt werden.
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Basti vorne im Bild unser jüngster Mitfahrer. Respekt, dass er die 200 - ok für ihn 180 - Kilometer weg gesteckt hat. Man erzählt von einer mutigen Attacke am “letzten Berg”. Der “Baba” soll noch ein wenig mit Dir trainieren, dann geht es auch richtig große Fahrt.
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Nach einer äußerst feinen Fahrt durch das Tal des Herrn K. (hi, hi) wurde das Naturfreundehaus im Finsterbrunnertal erreicht. Kombinierte Cappuccino und Mittagspause. Es wird auf ewig ein Rätsel bleiben, warum Pommes schneller als Lewwerknäpp zu machen sind, aber egal. Immer wichtig der Tipp: Nie nach 18:00 Uhr dort angekommen. Dann hat die Küche zu.
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Da der Chronist und Bildermacher sich kurz nach der Mittagsrast von der Truppe verabschieden musste (der Dienstherr verlangte nach Einsatz im Lande der niedrige Sachsen), gibt es vom restlichen Weg nur noch kleines Bildmaterial vom Zielort des zweiten Tages. Kloster Hornbach.
Das Kloster Hornbach sei jedem anempfohlen, der schnell erreichbar Ruhe und Entspannung sucht. Sehr fein. Nicht billig, aber preiswert.
Was mag der Grund für das fehlende Bilderwerk der zweiten Tageshälfte und fast des gesamten zweiten Tages sein? Fröhnten die Recken (Andrea, dich schließe ich jetzt mal ein) des Abends der Hopfenbrause in nicht unerheblichen Maße? Wir wissen es nicht und werden es wohl nie erfahren.
Eines ist jedoch sicher: Im kommenden Jahr wird Wolfgang die Tour erneut anbieten und dann fahre ich mit Sicherheit mit. Komme was da wolle.

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